4.Tag auf den Spuren der Staufer: Ein Politikum wird zur Weltarchitektur

Heute Vormittag waren wir den Staufern „untreu“; aber als Bonner mussten wir zur Abtei Neresheim, die Balthasar Neumann erbaut hat, der auch die Hl.Stiege auf dem Bonner Kreuzberg und das Brühler Schloß geschaffen hat.

Die Abteikirche gilt als letzter Höhepunkt der Barockarchitektur. Sie Ist das letzte große Werk des damals 60jährigen Franken. Sieben ovale Kirchen“räume“ bilden den Grundriß des Gebäudes.
Martin Knoller schuf die Deckenbilder, einer der großartigsten Freskenzyklen des Spätbarock in Süddeutschlands.

Neresheim ist ein politischer Bau. Mit ihm konnten die Benediktiner damals ihre Macht und Größe demonstrieren, denn sie waren als Reichsunmittelbare Reichsabtei nach 500 Jahren endlich (!) frei und nicht mehr abhängig vom Landesherrn. Schon der Turm, der ursprünglich frei stand, sollte mit seiner Höhe und seinem extravaganten Baustil zu Beginn des 17.Jahrhunderts den Anspruch der Abtei demonstrieren.

Die Fassade überrascht mit ihrer Strenge und dem kleinen Portal, das schon mehr eine Tür ist. Nicht die einladende Pforte einer Wallfahrtskirche, sondern eher die abweisende Front einer Mönchskirche.

Die Burg Katzenstein ist eine Stauferburg aus dem 12.Jahrhundert.

Auf Burg Hellenstein oberhalb von Heidenheim begegneten wir zum Abschluss noch Berta von Hellenstein, deren Gemahl Friedrich Barbarosa diente (dargestellt von Jane Marsen)

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