3.Tag auf den Spuren der Staufer:
Frau sollte den Ehering nicht verlieren,

sonst kann es passieren, dass man eine Kirche bauen muss. So erging es Agnes von Waiblingen, der Tochter des Salierkaisers Heinrich IV. und Gattin des Herzogs Friedrich von Schwaben. Sie verlor ihren Ehering und versprach, an der Stelle, an der sich der Ring wieder fände, eine Kirche zu bauen. Der Ring hing im Geweih eines erlegten Hirsches und Agnes erfüllte darauf ihr Gelübde und ließ die Johanniskirche bauen. Quasi das erste Bauwerk der Stauferstadt Schwäbisch-Gmünd.

Gemälde von Johann Georg Heberlen 1714 – Darstellung der Ringlegende

Die Schwäbisch-Gmünd, unweit der Klosters Lorch und der Burg Hohenstaufen, hatte ihre prägende Periode in der Zeit der Staufer im 12./13.Jahrhundert. Die zahlreichen Kirche, Klöster und Kapellen der Stadt brachten ihr den Ruf eines „schwäbischen Nazareth“ ein. In der Johanniskirche findet man die „Staufische Madonna“ vom Ende des 12.Jahrhunderts, die Heilig-Kreuz-Kirche ist das Werk der Parler.

Auf dem Markplatz steht der Brunnen mit der doppelten Marienfigur. Die eine, mit Kind, schaut Richtung Spital, die andere zur Salvator-Kirche. Auf dem Rathaus sieht man das Stadtwappen, das Einhorn, und nicht weit davon das „Grät“, den „Tresor“ der Stadt, in dem auch die Gebeine der Dreikönige „übernachtet“ haben auf ihrem Weg von Mailand nach Köln.

Nach der Stadt ging es auf’s Land zum Wäscherschloss. Hier wohnten Ministeriale der Staufer. Friedrich Barbarossa soll sich hier in eine Wäscherin verliebt haben. Der Ort Wäschebeuren in der Nähe zeigt dies immer noch in seinem Wappen. Den Abschluss des Tages bildete der Aufstieg auf den Hohenstaufen, der dem Geschlecht seinen Namen gab. Hier sind nur noch die Überreste der Burg zu besichtigen. Mit einer grandiosen Fernsicht wird man hier für die Mühen des Aufstiegs belohnt.

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