Schutzpatron auf dem Kanaldeckel

Letzter Tag unserer Reise zu den „Juwelen am Bodensee

Schon die Römer siedelten im heutigen Stein am Rhein. Die Stadt erhielt 1385 die Stadtrechte. Die mittelalterliche Bauten prägen bis heute das Bild der Stadt– die bemalten Häuserfassaden, Fachwerkhäuser, Erker und kleine Gassen laden zum Schauen und Verweilen ein. Ein Fehler der amerikanischen Navigation (man glaubte, Stein am Rhein sei „deutsch“) führte dazu, dass im Februar 1945 bei einem Bombenabwurf neun Menschen getötet und einige Häuser beschädigt wurden.

Schutzpatron der Stadt ist der Hl. Georg. Schon im 13.Jahrhundert findet man ihn auf dem Stadtsiegel und heute auch auf den Kanaldeckeln.

Auf der linken Rheinseite liegt der Stadtteil „Stein am Rhein vor der Brugg“, dessen Bezeichnung anzeigt, wie wichtig der Rheinübergang an dieser Stelle immer schon war. Dort befand sich auch das römische Lage, über dessen Fundamenten sich die Kirche St.Johann auf der Burg erhebt. Dort wird seit 1400 Jahren christlicher Gottesdienst gefeiert.

Im Chor befinden sich Wandmalereien aus dem frühen 15.Jahrhundert. Sie schildern in 30 Bildern, auf drei Zyklen, Szenen aus der christlichen Heilsgeschichte, dem Alten und dem Neuen Testament (Schöpfungsgeschichte, Geschichte Johannes des Täufers und Szenen aus dem Leben Jesu). Besonders bemerkenswert: die Einschulung Jesu. Man sieht den jungen Jesus, der ein Schiefertäfelchen an der Hand hält begleitet von Maria und Josef. Wegen einer Verkehrsbeschränkung konnten wir leider nicht vor Ort die Malereien bewundern.

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