Unsere Reisen 2022 sind online!

Wir freuen uns, unsere Reisen 2022 vorstellen zu können!

4.5. – 12.5.2022
Kommen Sie mit ins Heilige Land. Mit einer kleinen Gruppe. Wohnen Sie in christlichen Gästehäusern. Nehmen Sie sich diese Auszeit. Kommen Sie zu sich selbst. Sammeln Sie neue Eindrücke! Lernen Sie andere Kulturen kennen! Sie müssen nichts planen, sondern werden geführt in einem Land, das geprägt ist von der Spiritualität der drei großen Weltreligionen, Judentum, Christentum, Islam. Das Programm bietet genügend Raum für das eigene Erleben.
HIER das Programm!

Wer denkt beim Norden Deutschlands schon an Kirchen? Doch in den Hansestädten des Nordens begegnen uns allerorts Zeugnisse des christlichen Glaubens, Kirchen in Backsteinen errichtet, Filialen des Himmels. Die Reise schlägt einen großen Bogen von der Elbe bis zum Greifswalder Bodden. Dabei werden nicht nur die alten Hansestädte an der Ostsee besucht, auch die Stadt Hamburg wird aus einer ungewohnten Perspektive betrachtet.
HIER das Programm!

Die Reisen können ab sofort gebucht werden. Tagesausflüge werden zu Jahresanfang publiziert. Abonnieren Sie die Seite und unseren Newsletter.

5.Tag auf den Spuren der Staufer: von „Kuhfischen“ und Bruder Jakobs Tricks

Weil Friedrich Barbarossa das Kloster 1162 unter seinen Schutz stellte, bildete das Kloster die letze Station auf unserer Reise. 1147 war das Kloster gegründet worden. Es bestand bis zur Reformationszeit und beherbergt heute unter anderem mehrere Restaurants, die Polizei, das Rathaus von Maulbronn und andere Verwaltungsämter. In den Klostergebäuden befindet sich auch ein evangelisches Gymnasium mit Internat.

Maulbronn gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Hier findet man in der Architektur alle Stilrichtungen und Entwicklungsstufen von der Romanik bis zur Spätgotik.

Hier kann man viel über das Mönchsleben im Mittelalter erfahren, über die, die sich mehr dem „ora“ (Beten) widmeten, und über jene, deren Tag mehr durch „labora“ geprägt war – Mönche und Laienbrüder. In der Kirche beeindruckt das Kreuz, das nicht aus Holz ist, sondern aus Stein geschlagen wurde. Im Refektorium erfährt man etwas über die Tricks der frommen Herren, mit denen man das strenge Fastengebot umgehen konnte.

Etwa die Geschichte vom Bruder Jakob, der unverhofft in den Besitz eines großen Stücks Fleisch kam, das so seinen Brüdern nicht vorsetzen konnte. Er hackte das Fleisch klein und mischte es unter das Gemüse. Weil ihn dennoch das schlechte Gewissen plagte, versteckte er das Ganze in kleinen Taschen aus Nudelteig. Die Maultaschen waren geboren. (wenigstens nach dieser kleinen Geschichte).

Refektorium, wo die „Herrgottsbescheißerle“ (Maultaschen) aufgetischt wurden.

Weil man Fische essen durfte und alles, was im Wasser stand und schwamm, kurzerhand als Fisch definiert wurde, war es eine große Freude, als eine Kuh plötzlich im Wasser stand: der erste „Kuhfisch“ der Geschichte.

4.Tag auf den Spuren der Staufer: Ein Politikum wird zur Weltarchitektur

Heute Vormittag waren wir den Staufern „untreu“; aber als Bonner mussten wir zur Abtei Neresheim, die Balthasar Neumann erbaut hat, der auch die Hl.Stiege auf dem Bonner Kreuzberg und das Brühler Schloß geschaffen hat.

Die Abteikirche gilt als letzter Höhepunkt der Barockarchitektur. Sie Ist das letzte große Werk des damals 60jährigen Franken. Sieben ovale Kirchen“räume“ bilden den Grundriß des Gebäudes.
Martin Knoller schuf die Deckenbilder, einer der großartigsten Freskenzyklen des Spätbarock in Süddeutschlands.

Neresheim ist ein politischer Bau. Mit ihm konnten die Benediktiner damals ihre Macht und Größe demonstrieren, denn sie waren als Reichsunmittelbare Reichsabtei nach 500 Jahren endlich (!) frei und nicht mehr abhängig vom Landesherrn. Schon der Turm, der ursprünglich frei stand, sollte mit seiner Höhe und seinem extravaganten Baustil zu Beginn des 17.Jahrhunderts den Anspruch der Abtei demonstrieren.

Die Fassade überrascht mit ihrer Strenge und dem kleinen Portal, das schon mehr eine Tür ist. Nicht die einladende Pforte einer Wallfahrtskirche, sondern eher die abweisende Front einer Mönchskirche.

Die Burg Katzenstein ist eine Stauferburg aus dem 12.Jahrhundert.

Auf Burg Hellenstein oberhalb von Heidenheim begegneten wir zum Abschluss noch Berta von Hellenstein, deren Gemahl Friedrich Barbarosa diente (dargestellt von Jane Marsen)

3.Tag auf den Spuren der Staufer:
Frau sollte den Ehering nicht verlieren,

sonst kann es passieren, dass man eine Kirche bauen muss. So erging es Agnes von Waiblingen, der Tochter des Salierkaisers Heinrich IV. und Gattin des Herzogs Friedrich von Schwaben. Sie verlor ihren Ehering und versprach, an der Stelle, an der sich der Ring wieder fände, eine Kirche zu bauen. Der Ring hing im Geweih eines erlegten Hirsches und Agnes erfüllte darauf ihr Gelübde und ließ die Johanniskirche bauen. Quasi das erste Bauwerk der Stauferstadt Schwäbisch-Gmünd.

Gemälde von Johann Georg Heberlen 1714 – Darstellung der Ringlegende

Die Schwäbisch-Gmünd, unweit der Klosters Lorch und der Burg Hohenstaufen, hatte ihre prägende Periode in der Zeit der Staufer im 12./13.Jahrhundert. Die zahlreichen Kirche, Klöster und Kapellen der Stadt brachten ihr den Ruf eines „schwäbischen Nazareth“ ein. In der Johanniskirche findet man die „Staufische Madonna“ vom Ende des 12.Jahrhunderts, die Heilig-Kreuz-Kirche ist das Werk der Parler.

Auf dem Markplatz steht der Brunnen mit der doppelten Marienfigur. Die eine, mit Kind, schaut Richtung Spital, die andere zur Salvator-Kirche. Auf dem Rathaus sieht man das Stadtwappen, das Einhorn, und nicht weit davon das „Grät“, den „Tresor“ der Stadt, in dem auch die Gebeine der Dreikönige „übernachtet“ haben auf ihrem Weg von Mailand nach Köln.

Nach der Stadt ging es auf’s Land zum Wäscherschloss. Hier wohnten Ministeriale der Staufer. Friedrich Barbarossa soll sich hier in eine Wäscherin verliebt haben. Der Ort Wäschebeuren in der Nähe zeigt dies immer noch in seinem Wappen. Den Abschluss des Tages bildete der Aufstieg auf den Hohenstaufen, der dem Geschlecht seinen Namen gab. Hier sind nur noch die Überreste der Burg zu besichtigen. Mit einer grandiosen Fernsicht wird man hier für die Mühen des Aufstiegs belohnt.

2.Tag Auf den Spuren der Staufer
Wo der Hund dem Chorgebet lauschte

Unser Tag begann mit dem Besuch der Stiftskirche St.Peter in Bad Wimpfen im Tal. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der frühen Gotik, die man durch ein mächtiges Westwerk betritt, das noch aus der Zeit des romanischen Vorgängerbaus stammt.
Viele Kunstwerke zeugen von der langen Geschichte des Bauwerks. Besonders Aufmerksamkeit fand das Chorgestühl aus dem 13.Jahrhundert aus Mooreiche, da allen Überschwemmungen durch die Jahrhunderte hindurch getrotzt hatte. Es ist mit vielen Schnitzarbeiten verziert, u.a. mit einem Hund, der – neben dem Vorbetersitz angebracht – dem Chorgebet der Stiftsherren und im 20.Jahrhundert der Benediktinermönche lauschte.

Bad Wimpfen hoch über dem Neckar war die Lieblingspfalz der Staufer. Noch heute sind Reste des Palastes, der Pfalzkapelle und der Befestigung erhalten. Man hat den Eindruck, durch eine mittelalterliche Kulisse zu wandern angesichts der vielen alten Fachwerkhäuser.

Am Nachmittag stand das Kloster Lorch auf dem Programm, das Kloster, das die Staufer gegründet haben, damit dort für ihr Seelenheil gebetet wird. Die Klosterkirche, eine romanische Pfeilerbasilika, erhielt 1462 einen gotischen Chor. Besondere Aufmerksamkeit findet das 130qm große Staufer-Rundbild von Hans Kloss, das in einem Nebenraum zu besichtigen ist. Wir werden es in einem zukünftigen Beitrag ausführlich vorstellen.

1.Tag: Auf den Spuren der Staufer
Vom Kuhdorf zum Weltkulturerbe

„Kuhdorf“ nannte ein Mönch im Mittelalter Speyer. Heute birgt die Stadt, eine der ältesten in Deutschland, gleich zwei Weltkulturerbe-Stätten. Eine ist der Speyrer Dom.
Viele hundert Jahre hat man ihm gebaut, er wurde teilweise zerstört, wiederaufgebaut, von den Truppen Napoleons entweiht und wunderschön wiederhergestellt.
Die Wunden der Vergangenheit kann man heute noch sehen und gleichzeitig staunen in welcher Majestät das 20.Jahrhundert den alten Bau gestaltet hat. Eine würdige Ruhestätte deutscher Kaiser, beginnend mit den Saliern und Staufern.

Der Tag begann mit einem Besuch der Burg Trifels. Sie ist die bedeutendste Burganlage in der südlichen Pfalz. Friedrich Barbarossa ließ den Salierbau zu einer wehrhaften Burg ausbauen. Unter den Staufern wurden hier die Reichskleinodien Krone, Reichsapfel, Reichsschwert und Zepter aufbewahrt. Somit war die Burg beinahe 175 Jahre lang die Schatzkammer des Staufergeschlechts.
In den Blickpunkt der mittelalterlichen Politik rückte die Burg, als Richard Löwenherz auf dem Rückweg vom dritten Kreuzzug hier festgehalten wurde. Der englische König hatte den Zorn der anderen Kreuzritter auf sich gezogen und wurde schließlich vom österreichischen Herzog Leopold als Geisel genommen und dem Stauferkaiser Heinrich VI. übergeben.
Seinen prominenten Gefangenen brachte Heinrich auf die Burg Trifels. Erst gegen eine beachtliche Lösegeldsumme von 30 Tonnen Silber und nachdem Richard den Treueid auf den Stauferkaiser geschworen hatte, konnte der englische König wieder seiner Wege ziehen.

Alle Fotos jetzt online!

Ein langsames WLAN in unserem Gästehaus verhinderte vorige Woche den Upload der Fotos zu unserem Reisetagebuch. Jetzt sind alle Fotos online und illustrieren die kurzen Texte. Einfach nach unten scrollen.
Es war die erste Reise mit unserem neuen Partner „oneworldtours“ in Bonn. Wir sind sehr zufrieden. Die Fahrt war sehr gut vorbereitet.
Deshalb freuen wir uns auf die nächste Fahrt mit „oneworldtours“ auf den Spuren der Staufer im Oktober 2021 – es sind noch Plätze frei.

Schutzpatron auf dem Kanaldeckel

Letzter Tag unserer Reise zu den „Juwelen am Bodensee

Schon die Römer siedelten im heutigen Stein am Rhein. Die Stadt erhielt 1385 die Stadtrechte. Die mittelalterliche Bauten prägen bis heute das Bild der Stadt– die bemalten Häuserfassaden, Fachwerkhäuser, Erker und kleine Gassen laden zum Schauen und Verweilen ein. Ein Fehler der amerikanischen Navigation (man glaubte, Stein am Rhein sei „deutsch“) führte dazu, dass im Februar 1945 bei einem Bombenabwurf neun Menschen getötet und einige Häuser beschädigt wurden.

Schutzpatron der Stadt ist der Hl. Georg. Schon im 13.Jahrhundert findet man ihn auf dem Stadtsiegel und heute auch auf den Kanaldeckeln.

Auf der linken Rheinseite liegt der Stadtteil „Stein am Rhein vor der Brugg“, dessen Bezeichnung anzeigt, wie wichtig der Rheinübergang an dieser Stelle immer schon war. Dort befand sich auch das römische Lage, über dessen Fundamenten sich die Kirche St.Johann auf der Burg erhebt. Dort wird seit 1400 Jahren christlicher Gottesdienst gefeiert.

Im Chor befinden sich Wandmalereien aus dem frühen 15.Jahrhundert. Sie schildern in 30 Bildern, auf drei Zyklen, Szenen aus der christlichen Heilsgeschichte, dem Alten und dem Neuen Testament (Schöpfungsgeschichte, Geschichte Johannes des Täufers und Szenen aus dem Leben Jesu). Besonders bemerkenswert: die Einschulung Jesu. Man sieht den jungen Jesus, der ein Schiefertäfelchen an der Hand hält begleitet von Maria und Josef. Wegen einer Verkehrsbeschränkung konnten wir leider nicht vor Ort die Malereien bewundern.